Bio-Kuhmilch
Kuhmilch aus zertifizierten Bio-Milchviehbetrieben. Weidehaltung führt zu einem grasbetonten Geschmack. Redaktionell relevant für bestimmte Erzeugerpositionen (Cowgirl, Hafod).
Ertrag
Bio-Kühe geben typischerweise 10–20 % weniger Milch als konventionell erzeugte Milchkühe. Die geringere Milchleistung ist auf die Weidehaltung und den Verzicht auf synthetische Mittel zurückzuführen.
Dominant Regionen
US-amerikanische Spezialmilchbetriebe (Vermont, Marin County, Oregon); Bio-Milchwirtschaft in Großbritannien; wachsender europäischer Bio-Sektor.
Geschichte
Die Standards für die Bio-Zertifizierung entstanden in den 1970er- bis 1990er-Jahren im Zuge der zunehmenden Formalisierung der Bio-Lebensmittelbewegung. Bei Käse bezieht sich die Bio-Zertifizierung primär auf das Futter (kein gentechnisch verändertes/mit synthetischen Pestiziden behandeltes Getreide), die Anforderungen an den Weidezugang und den Verzicht auf routinemäßige Antibiotika- oder Hormonanwendung – nicht direkt auf den Käseherstellungsprozess.
Geschmack Charakter
Generell ist die Fütterung grasreicher als bei konventionellen Produkten, was den Bedürfnissen der Weidehaltung entspricht. Der Geschmackseffekt von „Bio“ an sich ist gering; entscheidend ist die Korrelation mit der Weidefütterung.
Unterschrift Käse
- Mt Tam (Cowgirl Creamery)
- Hafod Welsh Cheddar
- Verschiedene Bio-Produzenten aus Vermont